ProArte und Anton Krämer

Kunst„Im gelben Haus“ am
Franziskanerplatz 6

Erkelenz. „Umwege im Leben sind
eigentlich das Leben“, so formuliert der Erkelenzer Künstler Anton Krämer seinen
Werdegang durch Gestern und Heute und das in beruflicher wie auch in künstlerischer
Hinsicht. Das verdeutlichen auch seine Exponate. Sei es auf Papier oder Leinwand. Seine Ausstellung
„Im gelben Haus“, Galerie des Förderkreises ProArte am Franziskanerplatz 6 in
Erkelenz, ist vom 14. bis zum 28. Januar. Immer wieder
überrascht Anton Krämer mit neuen Werken, obwohl er sich doch schon seit über 40
Jahren in der Stadt und weit darüber hinaus einen Namen gemacht.

Der 1939 in Erkelenz geborene Krämer
machte nach dem Realschulabschluss
eine Lehre als Installateur und
Heizungsbauer, arbeitete dann im Betrieb seines Meisters, der auch sein Vater
war. Dann folgte das Abitur auf dem 2. Bildungsweg, das Studium der Kunstgeschichte
und Anglistik und sein künstlerisches Metier an der Kunstakademie Düsseldorf.
In vielen Ausstellungen (national und international) zeigte Krämer seine Werke
und erhielt auch eine besondere Auszeichnung bei der internationalen Bienale in
Pilsen.

Krämer hat fast alle Disziplinen
ausgeschöpft: Zeichnungen, Grafiken, Abdrucke, Maltechniken in Kreide, Kohle,
Bleistift, Acryl, Tempera und Tusche. Er fertigte auch Buchillustrationen und
setzt sich stets persönlich als Künstler mit unserer Zeit auseinander. „Die Experimentierfreude
ist auch heute ungebrochen”, stellt ProArte-Chef Willi Arlt fest. „Seine
Arbeitshaltung und Kraft zeigt sich auch in der Retrospektive der vergangenen 40
Jahre. Die vielfältigen Arbeiten bezeugen, dass der Erkelenzer ein guter
Beobachter der unterschiedlichsten Kunstrichtungen ist“ ergänzt Geschäftsführer
Hans-Dieter Willms.

Krämer erzählt, kritisiert und
meditiert in seinen Werken. Dabei geht er bis an die Grenze zum Abstrakten. Er glaubt
an eine bessere Zukunft in einer besseren Welt. Man kann ihn nirgendwo so
persönlich treffen wie in seiner Kunst. „Wer in ein Bild einsteigen kann, wird zu einem Teil des
Kunstwerkes”, versichert der Künstler
und erklärt, warum er seiner Ausstellung den Titel „Im gelben Haus“ gab:
„Meine Werke hängen ja auch in einem gelben Haus“.

Eröffnung der Ausstellung ist am
Sonntag, 14, Januar um 11 Uhr. Auch an den beiden folgenden Sonntag sind die
Werke Krämers von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Eintritt frei.
hdw