Sehenswerte Ausstellung: Christa Hammermeister und Renate Scherra
präsentieren in der ProArte-Galerie ihre Arbeiten. Foto: Kay Huett

Erkelenz. Unter dem Titel
„Altes und Neues“ stellen die Künstlerinnen Christa Hammermeister und Renate
Scherra in der Galerie ProArte am Franziskanerplatz aus. Hammermeister zeigt
ihre durchaus kritischen Bilder, während die Fotografin Scherra ihre in
schwarzweiß gehaltenen Fotoarbeiten beisteuert. „Alt“ ist dabei vor allem die
Freundschaft der beiden Frauen, die vor rund 50 Jahren in Düsseldorf begann.

Musik, Literatur und„Die
Schrägevogel“

Die Ausstellung „Altes und Neues“
ist sonntags, 26. November sowie 3. und 10. Dezember, von 11 bis 18 Uhr
geöffnet. Sie endet am 10. Dezember ab 15 Uhr mit einer Finissage, an der unter
anderem der Keyboarder Andreas Brunken, die Performerin „Die Schrägevogel“ Anja
Abels sowie die Autorinnen Marlies Giesen und Gisela Stotzka teilnehmen.

Und wie das so geht mit
Freundschaften: Die beiden verloren sich aus den Augen, nachdem Hammermeister
nach Erkelenz umgezogen war. Der Freundschaft tat das keinen Abbruch, und so
waren beide Feuer und Flamme, als sie beim ersten Treffen nach vielen Jahren
die Idee für die gemeinsame Ausstellung hatten.

Umso erstaunlicher ist, dass die
ausgestellten Arbeiten wirken, als seien sie aufeinander abgestimmt oder das
Ergebnis einer engen Zusammenarbeit. Die thematischen Überschneidungen ließen
einen solchen Rückschluss durchaus zu. Viele der Bilder Hammermeisters wirken,
als hätten die Fotoarbeiten Scherras als Vorbild gedient.

Die Arbeiten der beiden eint die
Hinwendung zum Schönen, die jedoch den kritischen Blick auf die Schrecken der
Welt nicht verstelle, erläuterte Gisela Stotzka zur Einführung bei der
Vernissage. Während Hammermeister die Welt so darstelle, wie sie sie versteht,
seien die Fotografien Scherras Annäherungen an die Menschen, die sie auf ihren
zahlreichen Reisen um die Welt porträtiert hat. Beide prangern den
zerstörerischen Umgang der Menschen untereinander und mit der Natur sowie den
profitorientierten Raubbau an. Passend dazu spielte das Duo Eigenarts unter
anderem sein Lied „Billa, lass uns tanzen“ über das Leben am Rande des
Braunkohlelochs.

Die außergewöhnliche Ausstellung
beendet die Serie der ProArte-Ausstellungen in diesem Jahr. Der Bildhauer Willi
Arlt, seines Zeichens Sprecher des Fördervereins, betonte, dass mit den
Ausstellungen in diesem Jahr ein Überblick über die vielseitige Kunstszene der
Region gelungen sei. Dieser werde 2018 fortgesetzt.