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Werke von Christa Hammermeister und Renate Scherra

Ausstellungen Posted on Sat, December 30, 2017 22:01:42

Sehenswerte Ausstellung: Christa Hammermeister und Renate Scherra
präsentieren in der ProArte-Galerie ihre Arbeiten. Foto: Kay Huett

Erkelenz. Unter dem Titel
„Altes und Neues“ stellen die Künstlerinnen Christa Hammermeister und Renate
Scherra in der Galerie ProArte am Franziskanerplatz aus. Hammermeister zeigt
ihre durchaus kritischen Bilder, während die Fotografin Scherra ihre in
schwarzweiß gehaltenen Fotoarbeiten beisteuert. „Alt“ ist dabei vor allem die
Freundschaft der beiden Frauen, die vor rund 50 Jahren in Düsseldorf begann.

Musik, Literatur und„Die
Schrägevogel“

Die Ausstellung „Altes und Neues“
ist sonntags, 26. November sowie 3. und 10. Dezember, von 11 bis 18 Uhr
geöffnet. Sie endet am 10. Dezember ab 15 Uhr mit einer Finissage, an der unter
anderem der Keyboarder Andreas Brunken, die Performerin „Die Schrägevogel“ Anja
Abels sowie die Autorinnen Marlies Giesen und Gisela Stotzka teilnehmen.

Und wie das so geht mit
Freundschaften: Die beiden verloren sich aus den Augen, nachdem Hammermeister
nach Erkelenz umgezogen war. Der Freundschaft tat das keinen Abbruch, und so
waren beide Feuer und Flamme, als sie beim ersten Treffen nach vielen Jahren
die Idee für die gemeinsame Ausstellung hatten.

Umso erstaunlicher ist, dass die
ausgestellten Arbeiten wirken, als seien sie aufeinander abgestimmt oder das
Ergebnis einer engen Zusammenarbeit. Die thematischen Überschneidungen ließen
einen solchen Rückschluss durchaus zu. Viele der Bilder Hammermeisters wirken,
als hätten die Fotoarbeiten Scherras als Vorbild gedient.

Die Arbeiten der beiden eint die
Hinwendung zum Schönen, die jedoch den kritischen Blick auf die Schrecken der
Welt nicht verstelle, erläuterte Gisela Stotzka zur Einführung bei der
Vernissage. Während Hammermeister die Welt so darstelle, wie sie sie versteht,
seien die Fotografien Scherras Annäherungen an die Menschen, die sie auf ihren
zahlreichen Reisen um die Welt porträtiert hat. Beide prangern den
zerstörerischen Umgang der Menschen untereinander und mit der Natur sowie den
profitorientierten Raubbau an. Passend dazu spielte das Duo Eigenarts unter
anderem sein Lied „Billa, lass uns tanzen“ über das Leben am Rande des
Braunkohlelochs.

Die außergewöhnliche Ausstellung
beendet die Serie der ProArte-Ausstellungen in diesem Jahr. Der Bildhauer Willi
Arlt, seines Zeichens Sprecher des Fördervereins, betonte, dass mit den
Ausstellungen in diesem Jahr ein Überblick über die vielseitige Kunstszene der
Region gelungen sei. Dieser werde 2018 fortgesetzt.



Retrospektive Egidius Paul Rütten

Ausstellungen Posted on Sat, December 30, 2017 21:27:00

Eine Retrospektive mit
Lesungen aus seinen Schriften und Briefen widmet der Förderkreis ProArte e.V. in
seiner Galerie am Franziskanerplatz 6 dem am 5. März 2017 verstorbenen Erkelenzer
Künstler Egidius Paul Rütten. Die Ausstellung ist vom 22. Oktober bis zum 12.
November 2017 jeweils sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Vernissage ist
am Freitag, 20. Oktober um 19 Uhr. Mit seiner nie versiegenden Schaffenskraft
liebte der Erkelenzer Künstler es Empfindungen, Gedanken und assoziativ
erfahrene Bilder sprachlich zu komprimieren. Seine umfangreichen Werke:
Gemälde, Erzählungen, Textcollagen und Zeichnungen sind prall gefüllt mit
persönlich Erlebtem und Empfindungen.

Geboren ist Egidius Paul Rütten am 12.
Mai 1936 in Mönchengladbach. Es folgte von 1956-1958 das Studium der freien
Grafik an der Werkkunstschule Krefeld. Danach arbeitete der Autor als
Werbegrafiker, lebte kurze Zeit in Frankreich, hielt sich mit Gelegenheitsjobs
über Wasser, zeichnete und malte. 1962-1966 dann das Studium der Pädagogik und
Philosophie an der Universität Bonn; anschließend Tätigkeit als Lehrer und
Fachleiter für Kunsterziehung in Mönchengladbach. Neben der Malerei und der
Grafik experimentierte der Autor mit Worten, fertigte Textcollagen, die er zum
Teil in seine Bilder integrierte, schrieb sporadisch auch Gedichte. Seit 1991
widmete sich Rütten intensiver dem Schreiben.

Biografisch schrieb der Autor über
sich: “Bei meinen Texten handelt es sich um assoziativ erfahrene Bilder,
Empfindungen, Gedanken, die sprachlich komprimiert, verdichtet werden. Auslöser
zum Schreiben sind häufig Textfragmente aus Zeitschriften, Plakaten,
Werbetexten, aber auch Aufgeschnapptes, Aufgelesenes aus Gesprächen in Kneipen,
auf der Straße, im Supermarkt. Dabei spielt König Zufall für mich eine wichtige
Rolle. So kommt es beim Schreiben zu überraschenden, unverhofften Konstellationen,
die den Rhythmus des Gedichts, den Plot in einer Erzählung in Gang halten.
Dabei entwickelt sich der Text fast wie von selbst weiter. Ich bin mir am
Anfang nie sicher, wohin eine Erzählung geht, wie sie endet. Eigentlich gibt es
in meinen Texten gar kein Ende im Sinne einer Vollendung. Was mich interessiert
und neugierig macht, ist der Prozess des Schreibens“.

In den umfangreichen Nachlass des
Erkelenzer Künstlers führt Marlies Giesen, 2. Vorsitzende von ProArte, ein. Die
Autoren Frank Rimbach und Helmut Wichlatz lesen aus den Texten Rüttens. Auf
über 200 Quadratmetern ist in der Galerie ausgebreitet, was das Leben des
Erkelenzer Künstlers ausmachte – ein Fundgrube für Suchende, ein Eldorado für
Neugierige. Und das bei freiem Eintritt.



Kaleidoskop der Sinne 2017

Ausstellungen Posted on Sat, December 30, 2017 21:22:13

Kunst purzelt durch das

Kaleidoskop der Sinne

Farben, Töne und Worte in der
Leonhardskapelle

Erkelenz Zwölf
Kunstwerke, zwölf Musiken,

zwölf Texte – all das packt der
Kunstförderkreis

ProArte in seine goldene Oktober-
Kaleidoskop-Tüte

2017. In der Erkelenzer Leonhardskapelle verbindet

er die 20 Protagonisten symbiotisch zu
einem Dreiklang

der ganz besonderen Art. Aus Farben,
Tönen und Worten

reichlich gemischt, zelebriert sich ein Kunsterlebnis von

ungeheuerer Intensität: eine Zauberwelt
der Phantasie

für Augen und Ohren.

Wie die Glassteinchen im Kaleidoskop wirbeln die

Farben der Bilder -flammendes Gelb,
feuriges Rot,

kühles Blau und saftiges Grün – durcheinander.

Dann, gestreichelt durch vibrierende
Töne und

treffsicher gesetzte Worte, erzeugen
sie mit jeder

Drehung überraschende neue Facetten.
Sie verändern

die Wahrnehmung, sind in ihrer Aussage
und ihrer

Vielfalt völlig neu. Das Ergebnis ist immer wieder

ein anders, besticht durch das völlig
Unvorhersehbare.

Das sechste „Kaleidoskop der Sinne“ – Freitag,

6. Oktober, 19.30 Uhr – wird so auch zur einer

„Wundertüte“. Eine Überraschung löst
die andere ab.

Die Malereien, Fotografien oder
Skulpturen der zwölf

Künstler, zu denen die Musiker „Duo
EigenArts“

und „Timo Kerkhoff“ eigene Musiken
komponiert

und sechs Autoren Texte in Lyrik oder
Prosa

geschrieben haben, sind wie die sich
verändernden

Glassteinchen: Kunst, die bei jeder
Drehung ein

neues Gesicht bekommt. Der Zauber der
Illusion

macht aus Sichtbarem das Unsichtbare,
ist das

verwirrende und wirbelnde Spiel der
Reflexion, ist

die Auseinandersetzung von „Schein“ und
„Sein“.

Weder die Autoren noch die Musiker
kennen

die „Schöpfer“ der Objekte und schon
gar nicht

welchen Namen sie tragen.

Kunstwerke im Original und gleichzeitig
auf der

großflächigen
Leinwand: Allein das macht sicherlich

schon Lust aufs Kennen lernen, Bildern und
Skulpturen

nahe zu sein.
Doch dann geraten die Exponate

unversehens
in den Kreisel des Andersseins, denn

gekonnte
Wortschöpfungen der Autoren und unerwartete

Tonvariationen
der Musiker lassen die Werke der

bildenden
Künstler in einem völlig anderen Licht

erscheinen.
Sie sind plötzlich spielerisch, kaleidoskopisch

im neuen
Gewand. Es zeigen sich verblüffende

Darstellungsweisen
und die Kunst scheint ein immer

währendes
Spektakel zu werden: Eine Performance

„spitzenveredelt“ aus Farben, Noten und
Worten. Geschaffen

von neun Damen und elf Herren im Alter
von19 bis 70 Jahren.

Abgerundet wird der Kunst-Event (von der
Sparkassen-

Kunst-Stiftung unterstützt) durch die Ausstellung weiterer

Werke der Künstler im Foyer der Leonhardskapelle.

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf
(Buchhandlung Viehausen)

und an der Abendkasse zu 8 €, Schüler 5
€.

Eine besondere Auszeichnung für den Erkelenzer Förderkreis

ProArte ist sicherlich die Einladung
das „Kaleidoskop

der Sinne“ am 13. Oktober in der „guten
Stube“ der

Stadt Geilenkirchen – Begegnungsstätte
Haus Basten –

zu präsentieren.
hdw

Das Ensemble

Künstler: Edith Bachmann ∙ Hans
Georg Fabry ∙ Peter
Hyden

∙ Christa
Hammermeister ∙ Klaus Kaufmann ∙ Alfred Mevissen

∙ Ela Moonen ∙ Gert
Paulußen ∙ Jara
Reker ∙ Alfred
Reuters

∙ Oliver Sachse ∙ Stefan
Tiersch

Autoren: Waltraud Barnowski-Geiser ∙ Hichame
Bensaid


Manfred Bohn ∙ Regina Klein-Nadarzinski ∙ Christoph Leisten ∙

Gisela
Stotzka

Musiker: Duo EigenArts ∙ Timo
Kerkhoff

Moderation: Frank
Rimbach